Landkreiskommunen könnten ihre CO2-Bilanz halbieren

10. Kundenforum der SWK und Abens-Donau Energie

Wie viel Energie benötigen Privathaushalte, Gewerbe und Kommunen im Landkreis Kelheim? Und wo können sie Energie einsparen, um gemeinsam als Landkreis die Energiewende zu schaffen?  Antworten auf diese Fragen wurden auf dem Kundenforum der STADTWERKE KELHEIM GmbH & Co KG (SWK) und der Abens-Donau Energie GmbH (ADE) am vergangenen Montag vorgestellt und diskutiert.

Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik an der OTH Amberg-Weiden stellte den gut 50 Teilnehmern den Energienutzungsplan (ENP) für den Landkreis Kelheim vor. „Der ENP ist eine hervorragende Basis, um hier im Landkreis Kelheim unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten“, erklärte Prof. Brautsch. „Auf der erhobenen Datenbasis können Projekte schnell auf ihre Effektivität und Wirtschaftlichkeit hin durchgerechnet werden.“

Damit die ermittelten Potenziale nun auch genutzt werden, wollen die SWK und ADE gemeinsam mit den Kommunen im Landkreis ein kommunales  Energieeffizienznetzwerk gründen. „Im Netzwerk können die Kommunen Erfahungen rund um die Projektdurchführung austauschen und von einander lernen“, erläutert Christian Kutschker, Geschäftsführer von SWK und ADE. Außerdem könnten sich über das Netzwerk auch kleinere Kommunen mit wenig Personal im Bereich Energieeffizienz engagieren.

Hinzu kommt, dass Energieeffizienznetzwerke stark vom Staat gefördert werden. „Üblicherweise müssen Kommunen ein Projekt durchplanen und können erst anschließend Förderung beantragen. Beim Netzwerk gibt es eine gemeinsame Förderung für alle Teilnehmer, die diese untereinander aufteilen. Sie sind flexibler darin, was, wann und wo verwirklicht wird“, macht Prof. Brautsch die Vorteile des Netzwerkes deutlich.

Der teilnehmende Kreisrat Werner Reichl betonte, dass die Energiewende nicht in Kelheim entschieden werde, sondern in Berlin. Der Landkreis dürfen sich aber dennoch nicht aus seiner Verantwortung stehlen.

Im Anschluss an die Veranstaltung in der Continental Alarena in Regensburg kamen die Gäste noch in den Genuss einer Stadionführung. Von der VIP-Tribüne bis in die Spielerumkleiden reichte der Einblick in die Wirkungsstätte des SSV Jahn Regensburg.